Artenkenntnis to go: Der Hasenklee

Dem Hasenklee (Trifolium arvense) bist du bestimmt schon mal irgendwo begegnet, denn er kommt recht häufig vor. Wenn man ihn sieht, denkt man zunächst vielleicht nicht unbedingt an Klee, aber er gehört zur Gattung Trifolium. Er gehört damit zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

 

Das erste, was an ihm auffällt, sind die hübschen, buschig-flauschigen Blütenstände, die an ein Hasenschwänzchen erinnern sollen. Sie sind etwa zwei bis drei Zentimeter lang, zartrosa und das unverkennbare Merkmal des Hasenklees. Das Buschige entsteht durch die dicht behaarten, verwachsenen Kelchblätter der einzelnen Blüten. Sie dienen der Verbreitung der Früchte, einmal durch den Wind und auch, indem sie am Fell von Tieren anhaften. Die Kronblätter sind winzig klein und weiß, die Laubblätter typisch kleeartig mit dreizählig gefiederter Blattspreite.

 

Der Hasenklee wächst als einjährige Pflanze vorzugsweise auf sandigen, trockenen Böden wie Sandmagerrasen, Dünen, Brachen, Wegrändern, Äckern und Böschungen, wobei er knallsonnige, saure und nährstoffarme Standorte bevorzugt. Seine Blütezeit liegt zwischen Juni und August. Die ganze Pflanze wird bis zu dreißig Zentimeter hoch.

 

Der kleine Flauschi ist außerdem eine Heilpflanze. Er enthält Gerb- und Schleimstoffe, wirkt antibakteriell und zusammenziehend und gilt als altes Heilmittel bei Magenschmerzen und Durchfall, aber auch als Mundspülung bei Entzündungen im Mundraum. Außerdem wurde er früher als Wundheilmittel genutzt. Die Homöopathie verwendet ihn heute noch bei Durchfall und Magenschleimhautentzündung. Astrologisch gehört die Pflanze zu Merkur.

 

Der Hasenklee ist bei Bienen und Hummeln beliebt, auch Schmetterlinge besuchen ihn. Wenn du also das nächste Mal an einer sandigen Stelle vorbei kommst, schau mal nach, ob das kleine Hasenschwänzchen dort wächst und überzeuge dich selbst von seiner Flauschigkeit :-)

Der Hasenklee macht sich gerne breit und ist auch bei der Standortwahl nicht zimperlich: Diese Aufnahme entstand am Straßenrand an einer gut befahrenen Kreuzung.

Äcker werden auch gerne besiedelt. Hier wächst der Hasenklee auf einem nicht gespritzten Feld zwischen Vogelknöterich und ein paar letzten Kornblumen. Trockenheit macht ihm dabei nichts aus.

Wichtig! Bitte beachten!

 

Ich bin weder Ärztin noch Heilpraktikerin noch Apothekerin. Die in einigen Artikeln beschriebenen Wirkungen von Pflanzen haben lediglich informativen Charakter und beruhen auf dem Wissen aus meiner akademischen Ausbildung als Botanikerin sowie auf eigenen Erfahrungen. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Ich übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Es wird ebenso keine Haftung für eventuelle Schäden durch die unsachgemäße Verwendung von Pflanzen und deren Zubereitungen übernommen.

 

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